So funktioniert dieser PNG-Kompressor
Ein PNG speichert jedes Pixel exakt, meist mit 4 Byte (Rot, Grün, Blau, Alpha). Deshalb wiegt ein Screenshot oder ein exportiertes Logo schnell mehrere Megabyte. Der Trick hinter Tools wie TinyPNG oder pngquant: Das Bild wird in ein indiziertes PNG umgewandelt, also eine Palette mit bis zu 256 Farben und ein Byte (oder weniger) pro Pixel, das auf diese Palette zeigt. Bei Screenshots, Icons, Diagrammen und UI-Entwürfen sehen 256 gut gewählte Farben aus wie Millionen, und die Datei schrumpft um 50 bis 80 Prozent.
Genau das macht dieses Tool, in deinem Browser. Ein Quantisierer wählt die besten 256 Farben (oder weniger, wenn du willst), jedes Pixel bekommt die nächstliegende Palettenfarbe, der Alphakanal steckt mit in der Palette, damit die Transparenz erhalten bleibt, und am Ende entsteht ein neues PNG mit der eingebauten Deflate-Kompression des Browsers. Kleine Paletten werden mit 4, 2 oder 1 Bit pro Pixel gepackt.
Verlustbehaftet oder verlustfrei, ehrlich erklärt
Kleinste Datei (256 Farben) ist voreingestellt, und hier liegt die eigentliche Ersparnis. Technisch ist das verlustbehaftet, bei den meisten Bildern siehst du aber keinen Unterschied; vergleiche einfach die beiden Vorschauen. Ausnahme sind Fotos mit weichen Verläufen, dort können leichte Stufen entstehen. Für Fotos ist JPG ohnehin das bessere Format, unser PNG-in-JPG-Konverter spart dabei meist 80 Prozent oder mehr.
Verlustfrei verändert kein einziges Pixel. Hat das Bild schon 256 Farben oder weniger, wird es als exaktes indiziertes PNG neu geschrieben, das spart oft viel. Sonst wird es mit besserer Zeilenfilterung neu kodiert, als die meisten Programme sie nutzen. Wichtig zu wissen: Ein Browser kann nicht die langsame, erschöpfende Kompression von Desktop-Tools wie OxiPNG oder Zopfli leisten. Bei fotoähnlichen Bildern ist die verlustfreie Ersparnis deshalb oft klein, manchmal null. Wird das Ergebnis nicht kleiner, behält das Tool deine Originaldatei, statt dir etwas Größeres zu geben.
Warum kein Upload wichtig ist
PNGs sind meistens Screenshots, und Screenshots sind voll mit Dingen, die nicht auf fremde Server gehören: Chats, E-Mails, Rechnungen, Dashboards mit Firmenzahlen. Dieser Kompressor läuft komplett auf deinem Gerät, nach dem ersten Laden auch offline. Für Firmenrechner mit strengen DSGVO-Vorgaben ist das oft der einzige erlaubte Weg. Außerdem gibt es weder ein Größenlimit noch ein Tageslimit.
Tipps für möglichst kleine PNGs
- Vor dem Komprimieren verkleinern. Ein Retina-Screenshot ist doppelt so breit, wie die meisten Webseiten ihn brauchen. Halbe Abmessungen bedeuten etwa ein Viertel der Dateigröße, noch vor jeder Kompression.
- 128 oder 64 Farben ausprobieren bei flachen UI-Screenshots, Diagrammen und Logos. Meist sieht man keinen Unterschied, und die Datei wird noch kleiner.
- Das richtige Format wählen. PNG für Screenshots, Text, Logos und alles mit Transparenz; JPG oder WebP für Fotos. Die Faustregel: scharfe Kanten oder Text, dann PNG; kommt es aus einer Kamera, dann JPG.
Du willst deinen Screenshot vor dem Teilen auf einen Hintergrund mit runden Ecken setzen? Das geht kostenlos im Browser mit dem Screenshot-Verschönerer.